ProSiebenSat.1 steigert Gewinn trotz gesenkter Umsatzprognose
30. Oktober 2026
ProSiebenSat.1 musste in den ersten neun Monaten 2026 Umsatzrückgänge hinnehmen und rechnet entgegen der bisherigen Prognose nun auch für das Gesamtjahr mit sinkenden Erlösen. Durch konsequente Sparmaßnahmen konnte der Konzern seinen Gewinn dennoch deutlich steigern.
Auf der Grundlage vorläufiger Zahlen steigerte der Konzern seine Profitabilität im Neunmonatszeitraum deutlich und setzt sein konsequentes Kostenmanagement fort. Gleichzeitig prägten Unternehmensverkäufe die Geschäftsentwicklung. So belief sich der Konzernumsatz auf 2.244 Mio Euro, was einem Rückgang um 11 Prozent oder 271 Mio Euro entspricht. Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Wert verringerte sich um 3 Prozent oder 63 Mio Euro. Dies spiegelt das weiterhin herausfordernde konjunkturelle Umfeld und dabei insbesondere die anhaltend gedämpfte Nachfrage im TV-Werbemarkt wider. flaconi setzte hingegen den dynamischen Wachstumskurs fort.
Bob Rajan, Finanzvorstand (Interim Group CFO) der ProSiebenSat.1 Media SE: „Wir haben unsere Profitabilität deutlich gesteigert, den Verschuldungsgrad im Zielkorridor gehalten und sind auf Kurs, unseren Ausblick für das EBITDA-Wachstum 2026 zu erfüllen. Dies beweist, dass unsere Kostenmaßnahmen wirken. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld herausfordernd und belastet unsere Umsatzentwicklung. Daher konzentrieren wir uns konsequent auf die Faktoren, die wir selbst steuern können. Mit einer nachhaltig schlanken Kostenbasis und konsequentem Cash-Management schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres profitables Wachstum.“
ProSiebenSat.1 steigert Profitabilität deutlich
Der Konzern hat den Umsatzrückgang mehr als kompensiert und sein EBITDA erneut gesteigert: Auf Neunmonatssicht erhöhte sich das EBITDA deutlich um 159 Mio Euro auf 198 Mio Euro. Dies ist auf einen erheblichen Rückgang der Kosten zurückzuführen.
Die Programmaufwendungen sanken auf Neunmonatssicht um 126 Mio Euro auf 588 Mio Euro, was vor allem auf Effekte aus der im ersten Halbjahr kommunizierten Umstellung der Abschreibungsmethode zurückzuführen ist. Zudem reflektiert der Rückgang in den Programmaufwendungen den konsequenten Fokus, Programminhalte plattformübergreifend effizient zu nutzen und zu verwerten – vor allem im Kontext der großen Sportevents wie den Olympischen Winterspielen und der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft. Neben der Entwicklung der Programmaufwendungen wirkten sich die Effekte aus dem letztjährigen Restrukturierungsprogramm aus und führten zu diesem deutlichen Ergebnisanstieg.
Gleichzeitig verfolgt ProSiebenSat.1 konzernweit ein gezieltes Kostenmanagement. Dies wirkt sich zunehmend positiv auf die Profitabilität aus.
Das EBIT des Konzerns stieg in den ersten neun Monaten 2026 um 175 Mio Euro auf 67 Mio Euro und kehrte damit wieder in den positiven Bereich zurück. Neben den beschriebenen Effekten im EBITDA hatten geringere Abschreibungen – auch aufgrund von Unternehmensverkäufen – einen positiven Effekt.
ProSiebenSat.1 passt Ausblick für den organischen Umsatz an
Vor dem Hintergrund eines schwierigen konjunkturellen Umfelds und eines privaten Konsums, der hinter der von den Wirtschaftsforschungsinstituten erwarteten Dynamik zurückbleibt, hat der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE heute seine Prognose für den Konzernumsatz auf organischer Basis angepasst. Der Konzern rechnet nun auf Jahressicht mit einem leichten Rückgang des Konzernumsatzes auf organischer Basis, nachdem er bisher von einem leichten Wachstum ausgegangen war (2025 bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen: 3.381 Mio Euro).
Für alle anderen bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren bestätigt ProSiebenSat.1 den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026: Der Konzern rechnet beim EBITDA weiterhin mit einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2025: 241 Mio Euro) und beim Konzernumsatz mit einem moderaten Rückgang (2025: 3.675 Mio Euro). Zudem erwartet der Konzern zum Jahresende 2026 unverändert eine stabile Entwicklung der Netto-Finanzverschuldung (31. Dezember 2025: 1.343 Mio Euro) und strebt für den Verschuldungsgrad zum Jahresende 2026 weiterhin eine Bandbreite von 3,0x bis 3,5x an (31. Dezember 2025: 3,3x). Mit einer nachhaltig schlanken Kostenstruktur und einem disziplinierten Cash Management erwartet ProSiebenSat.1, den zuvor genannten Rückgang der organischen Umsatzerlöse auszugleichen und damit die Grundlage für weiteres profitables Wachstum zu legen.
Die genannten vorläufigen Zahlen stehen unter dem Vorbehalt der laufenden internen Validierung. Die ProSiebenSat.1 Group wird ihre Zahlen für das dritte Quartal und den Neunmonatszeitraum 2026 am 12. November 2026 veröffentlichen.









