Qobuz führt Kennzeichnung zur Erkennung KI-generierter Musik ein
24. September 2026
Qobuz, die unabhängige Plattform für High-Quality Musikstreaming und -downloads, führt ab sofort eine Kennzeichnung für KI-generierte Inhalte ein. Angesichts der zunehmenden Verbreitung künstlicher Intelligenz in der Musikindustrie macht Qobuz entsprechende KI-Inhalte direkt in seiner App kenntlich und sorgt damit für noch mehr Transparenz.
Für ein transparentes Hörerlebnis
Der sogenannte „AI-Tag“, der ab sofort in der Qobuz App zu sehen ist, weist die Nutzer darauf hin, wenn ein Musiktitel KI-generiert ist. Diese Information wird direkt in der App transparent angezeigt und macht es den Hörenden einfacher, zu erkennen, welche Art von Musik sie gerade hören.
Bei Qobuz steht Musik für menschliche Kreativität und redaktionelle Auswahl. Dieser Ansatz gehört seit jeher zum Selbstverständnis der Plattform: Die Entdeckung neuer Musik wird von den Qobuz-Redaktionsteams begleitet und gestaltet. Playlists und Empfehlungen von Musiktiteln basieren weiterhin auf der Expertise und den redaktionellen Entscheidungen der Musikexperten. Durch diesen menschlichen Ansatz werden KI-generierte Inhalte automatisch aus dem Angebot für die Hörenden ausgeschlossen.
„Heute geht es nicht mehr nur darum, KI-generierte Musik zu erkennen, sondern auch darum, sie für Hörer eindeutig als solche kenntlich zu machen. Diese Transparenz gehört seit jeher zu Qobuz und ist mit einer klaren Überzeugung verbunden: Die Auswahl und Empfehlung von Musik sollten weiterhin auf menschlichen Entscheidungen basieren. Jede:r sollte wissen, was er oder sie für Musik hört, um eine bewusste Entscheidung treffen zu können“, erklärt Georges Fornay, stellvertretender Geschäftsführer von Qobuz.
Zahlen von Qobuz zu KI-generierter Musik
- 60 % der Wiedergaben von Titeln, die als KI-generiert identifiziert wurden, werden vom Qobuz-System zur Bekämpfung von Betrug als „betrügerisch“ eingestuft und schließen daher die Rechteinhabenden von der Vergütung aus.
- Mehr als ein Drittel der als KI-generiert identifizierten Alben ohne Wiedergabe wurde aus der Suche entfernt. Das entspricht rund vier Millionen Alben.
- 0,38 % der Wiedergaben auf Qobuz entfallen derzeit auf Titel, die als KI-generiert identifiziert wurden.
Dieser geringe Anteil von 0,38 % lässt sich durch Qobuz’ Ansatz erklären, bei dem die menschliche Kuration im Mittelpunkt steht: KI-generierte Inhalte haben kaum eine Chance, die Hörer zu erreichen.
Konsequentes Vorgehen gegen Streamingmanipulation
Werden betrügerische Praktiken festgestellt, ergreift Qobuz konsequente Maßnahmen: Betrügerische Streams werden aus Berichten und von der Auszahlung von Tantiemen ausgeschlossen. Und KI-generierte Inhalte werden von der Plattform entfernt, sobald Verstöße festgestellt werden. Qobuz setzt sich damit weiterhin für eine faire Vergütung der Künstler ein — ein Engagement, das seit bei Qobuz schon immer hochgehalten wird.
Dieses neue, intern von Qobuz konzipierte und entwickelte Kennzeichnungssystem ergänzt die Leitlinien, die Qobuz im Februar 2026 in seinen KI-Leitlinien veröffentlicht hat. Diese wurden entsprechend aktualisiert und berücksichtigen nun auch die neuen Möglichkeiten zur Kennzeichnung KI-generierter Musik. Sie werden auch künftig regelmäßig an technologische und regulatorische Entwicklungen in der Musikbranche angepasst.
„Die Identifizierung KI-generierter Musik ist ein erster Schritt. Nun geht es darum, gemeinsame Standards für Transparenz und Betrugsbekämpfung in der Musikindustrie zu entwickeln. Jede Plattform trägt dabei Verantwortung, doch wirksame Lösungen können nur gemeinsam entstehen“, fasst Georges Fornay zusammen.






