Breitbandverband ANGA fordert fairen Wettbewerb bei Glasfaserausbau
20. Januar 2026
ANGA Der Breitbandverband e. V., der 160 Unternehmen der Branche vertritt, hat heute ein Statement zum neuen Regulierungskonzept der Bundesnetzagentur (BNetzA) zum Wechsel von Kupfer- auf Glasfasernetze veröffentlicht.
Statement von ANGA Der Breitbandverband zum KGU-Konzept der Bundesnetzagentur:
„Der Umstieg von DSL-Kupfer auf Glasfasernetze ist der entscheidende Schritt für eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur und damit ein zentraler Baustein zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Zeit drängt. Wir begrüßen daher, dass die Bundesnetzagentur (BNetzA) ein Regulierungskonzept vorgelegt hat. Es braucht verbindliche Vorgaben, die den Wechsel strukturieren. Zentral dabei ist, dass der Wechsel auf Glasfaser diskriminierungsfrei abläuft – Wettbewerbsunternehmen dürfen im Prozess nicht schlechter gestellt werden als die Telekom.
Die BNetzA fordert die gesetzliche Einführung eines regelgebundenen Abschaltmechanismus. Ein notwendiger und wichtiger Schritt, den wir im Sinne eines erfolgreichen Internet-Upgrades voll unterstützen.
Diskussionsbedarf sehen wir bei der von der Regulierungsbehörde vorgeschlagenen Versorgungsquote für die Einleitung des Abschaltprozesses. Hier liegt der Teufel im Detail. Für uns ist klar: Die Versorgungssicherheit der Kunden muss gewährleistet werden. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass Investitionsanreize in den Ausbau nicht zerstört werden. Und natürlich brauchen wir in Deutschland einen Pfad, der langfristig mit den EU-Vorgaben in Einklang steht.
Kritisch bewerten wir den Ruf der Behörde nach einer gesetzlichen Ausweitung der symmetrischen Regulierung. In Zeiten rückläufiger Investitionszahlen bei den Wettbewerbern ist das ein denkbar schlechtes Zeichen. Und das in einem Markt, der zeigt, dass Open Access funktioniert – zahlreiche Kooperationen auf Basis freiwilliger Vereinbarungen beweisen das eindrücklich.
Die ANGA wird das Regulierungskonzept nun im Detail analysieren. Der Breitbandverband, der für 160 Mitglieder steht, wird sich weiterhin engagiert in den Prozess einbringen.“








