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GFU-Studie: Wie KI Kaufentscheidungen prägt

27. Februar 2026

Wie verändern sich Kaufentscheidungen im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz? Der zweite Teil der im Januar durchgeführten GFU-Studie liefert dazu aufschlussreiche Antworten. Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag der GFU Consumer & Home Electronics GmbH von YouGov unter 2.002 Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland durchgeführt.

KI-basierte Chatbots sind heute von über zwei Dritteln der Befragten fest in den Alltag integriert. Besonders deutlich wird dabei die Rolle der KI bei der Informationsbeschaffung: Über alle Altersgruppen hinweg nutzen 69 Prozent generative KI-Modelle vor allem, um sich schnell und gezielt zu informieren – ein klarer Hinweis auf das Potential digitaler Assistenzsysteme auch im konsumbezogenen Entscheidungsprozess. Bereits heute setzt rund ein Viertel digitale Assistenten bei der Produktrecherche oder Kaufberatung ein (24%), Menschen über 55 Jahren sogar überdurchschnittlich (29%).

Konsumenten nutzen KI für Recherche, Empfehlungen und Preisvergleiche
Dass sich durch die Nutzung von KI-basierten Systemen der gesamten Einkaufsprozess zuletzt rasant verändert hat, zeigen die Studienergebnisse eindrucksvoll: Die Befragten, die KI-Tools anwenden, gaben an, dass KI-basierte Systeme aktuell vor allem für das Einholen von Informationen und Empfehlungen vor dem Kauf eingesetzt werden (70 Prozent). Daneben werden KIs von dieser Gruppe der Befragten auch bereits genutzt, um Preise zu vergleichen (64 Prozent) und Bewertungen zu analysieren (45 Prozent). In Zukunft können sich diese Befragten vorstellen, generative KI-Modelle verstärkt für den Preisvergleich und die Angebotsprüfung zu nutzen (74 %). Auch die Analyse von Produktbewertungen (56 %) spielen künftig eine zunehmend wichtige Rolle, während das bloße Einholen von Produktempfehlungen und Informationen vor dem Kauf etwas in den Hintergrund treten (63 %). „KI-Helfer werden zunehmend als vollumfängliche Einkaufsberater wahrgenommen, die Vorlieben und Verhaltensmuster interpretieren und in Echtzeit unterstützten“, beschreibt Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Consumer & Home Electronics GmbH, die Rolle der Technologie im Einkaufsalltag von Konsumenten.

Kaufneigung von Personen, die auf KI-gestützte Einkaufsberatung setzen
Konsumenten, die heute schon im Kontext des Einkaufs KI-Systeme einsetzen, sind grundsätzlich Tech-affin und erwerben besonders häufig IT-Produkte wie Laptops, Tablets oder PCs online (70 %). An zweiter Stelle stehen Smartphones und Telekommunikationsgeräte (65 %), gefolgt von Haushalts-Kleingeräten wie Kaffeemaschinen oder Mixern (64 %).

KI, mein Berater und Helfer
Die Bindung an KI-Assistenzen ist bemerkenswert: Fast drei Viertel der Befragten (73 %), die KI heute nutzen, können sich vorstellen, künftig noch häufiger mit dieser zu interagieren. Der Wegfall virtueller KI-Assistenzen wäre für jeden Zweiten der heutigen Nutzer (53%) sogar ein spürbarer Verlust. 41 % der Befragten empfinden KI manchmal sogar wie einen Gesprächspartner.

Die große Mehrheit der Befragten blickt optimistisch auf KI: nahezu neun von zehn Nutzern (88 %) sind überzeugt, dass generative KI-Modelle künftig selbstverständlich zum Alltag gehören werden. Deutlich über die Hälfte der Nutzer sehen mehr Chancen als Risiken in KI (63 %), und glauben, dass KI die Lebensqualität verbessern wird (62 %). Gleichzeitig gibt es auch eine kritische Auseinandersetzung: 72 % sorgen sich vor Fehlinformationen durch KI, und 80 % fordern eine stärkere gesellschaftliche Diskussion über den Umgang mit dieser Technologie.

KI wird zum Shopping-Begleiter
„Die Ergebnisse zeigen sehr klar, dass KI beim Einkaufsverhalten eine zunehmende Rolle spielt“, fasst Chardon zusammen. „Gerade beim Sondierungs- und Kaufprozess ist KI künftig unverzichtbar. Damit besteht die Notwendigkeit für Handel und Marken, Produktinformationen und Angebote für digitale Assistenten auffindbar und von KIs aufgreifbar zu gestalten. Gleichzeitig werden die populärsten KIs zum Nadelöhr für die Erreichbarkeit der Kunden – KI-Optimierung ist das neue SEO/SEA.“, beschreibt Chardon als Fazit der GFU-Studie für die Branchen. „KI wird dabei nicht als Ersatz für menschliche Entscheidungen wahrgenommen, sondern als unterstützender, effizienter Sparring Partner.“

Für Unternehmen bedeutet das auch: Wer Vertrauen aufbauen will, sollte Transparenz, Verständlichkeit und echten Mehrwert in den Mittelpunkt seiner digitalen Angebote stellen.

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