Service
Digitalisierung Ratgeber
Newsletter
Die neusten Informationen zu unseren Tests, Angebote, Produkte und jeden Monat die Chance auf hochwertige Gewinne!
Heft-Abonnement

Prämien sichern und sparen!
Abonnieren Sie die SATVISION um keine Tests, Ratgeber und News zu verpassen.
Außerdem erhältlich
Verbrauchernah. Transparent. Produkte aus Haushalt, Technik und Freizeit für Sie getestet.
Test-Flatrate: Spartip!
Alle Tests: nur 8,50 €!
1x zahlen und für 30 Tage Zugriff auf alle Testberichte bekommen.
Digitalisierungs-Ratgeber Teil 1
Analog kurz vor der Abschaltung!
Am 30. April 2012 werden die letzten analog über Satellit verbreiteten deutschen Sender abgeschaltet. Derzeit empfangen noch rund vier Millionen Haushalte in Deutschland ihre Programme auf diesem Weg und laufen Gefahr, dann vor einem schwarzen Bildschirm zu sitzen. In unserem Ratgeber wollen wir Ihnen frühzeitig wichtige Tipps zur Digitalisierung geben.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Fernseh- und Radioprogramme aus der Erdumlaufbahn zu empfangen. Im ersten Teil unseres Ratgebers möchten wir Ihnen einen Überblick über die vier unterschiedlichen Empfangslösungen geben. Falls Sie zur Miete oder in einer Eigentümergemeinschaft wohnen und sich bei Ihrer derzeitigen Empfangssituation nicht sicher sind, empfiehlt es sich, den Vermieter oder die Hausverwaltung zu kontaktieren, da viele schlichtweg den nahenden Termin der Abschaltung noch nicht realisiert haben.
Unsere Empfehlung:
Realisieren Sie eine geplante Umrüstung zu einem möglichst frühen Zeitpunkt, um Lieferengpässe zu vermeiden.


Der Empfang für einen Teilnehmer stellt die einfachste Variante des SAT-Empfangs dar. Ein typisches System besteht dabei aus einer Antenne mit LNB, an dem eine einzelne Koaxialleitung angeschlossen wird, welche direkt zum Satelliten-Receiver führt, der wiederum an einen Fernseher angeschlossen ist. Aus dieser Variante resultieren die geringsten Umrüstungskosten, da nur LNB und Receiver gegen digitaltaugliche Modelle getauscht werden müssen. Eine SAT-Antenne kann, sollte sie nicht zu sehr durch Wind und Wetter in den letzten Jahren beeinträchtigt worden sein, in den meisten Fällen weiterverwendet werden. Auch der 2-Teilnehmer Empfang ist auf dem gleichen Weg mit einem Twin-LNB zu realisieren.

Der Multischalter kommt oftmals in kleineren Mehrfamilienhäusern oder in Einfamilienhäusern zum Einsatz, in denen mehrere Receiver bzw. Fernseher genutzt werden. Gängige Modelle verfügen über Eingänge für ein bis zwei Orbitalpositionen und über vier bis zwölf Anschlüsse für Endgeräte. Viele Modelle lassen sich auch kaskadieren und so lässt sich die Anzahl der Ausgänge erweitern. Bei einer Umrüstung ist darauf zu achten, dass nun vier Kabel vom LNB zum Multischalter führen müssen statt zwei wie beim Analog-Empfang. Ein wichtiges Merkmal für den Fernsehempfang über einen Multischalter ist die sternförmige Verkabelung, d.h. es führt zu jeder Antennendose bzw. zu jedem Endgerät ein eigenes Kabel. Die Nutzung von T-Stücken oder Verteilern wie beispielsweise beim Kabelempfang ist hier nicht möglich.

Kopfstellen kommen vor allem in größeren Mehrfamilienhäusern und Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Altenheimen zum Einsatz. Dabei werden die Satelliten-Signale von der Kopfstelle vom Frequenzbereich herunter gesetzt und sind so für Geräte mit analogem Kabeltuner zu nutzen. Moderne Kabelkopfstellen beherrschen auch eine Umsetzung in den DVB-C- oder -T-Standard. Ein Vorteil dieser Empfangstechnik ist die theoretisch unbegrenzte Zahl an Endgeräten. Die Verkabelung kann dabei auch baumförmig erfolgen. Dies bedeutet beispielsweise, dass an einem Kabelstrang mehrere Antennendosen bzw. Empfangsgeräte angeschlossen werden können.

Oftmals werden Einkabelsysteme nach dem europäischen SCR-Standard häufig generell als Unicable bezeichnet. Der Begriff Unicable bezeichnet jedoch nur einen geschützten Markennamen der Firma FTA. Viele Hersteller verwenden eigene Markennamen wie z.B. Technisat mit dem „TechniRouter“. Bei einem Einkabelsystem sind üblicherweise bis zu acht Endgeräte an einem einzelnen Kabel möglich. Ähnlich wie bei einer Kopfstelle ist auch bei diesem System eine baumförmige Verkabelung vorgesehen, was diese Technik vor allem bei der Umrüstung von bestehenden Analog- oder Kabelanlagen reizvoll macht. Ältere Einkabelsysteme können im Gegensatz zu Unicable oftmals nicht das gesamte Frequenzspektrum umsetzen, sodass einige Programme nicht empfangen werden können.

